Die ersten Musiker unter einem Dach
Im Januar 2000 betraten die ersten Schüler die Räume der Modern Music School in Mitlödi.
Nach Monaten voller Planung, Organisation, Umbauarbeiten und unzähliger Gespräche begann langsam sichtbar zu werden, was zuvor lange nur eine Idee gewesen war.
Die Villa an der Hauptstrasse 32 entwickelte sich Schritt für Schritt zu einem Ort, an dem Musik nicht nur unterrichtet, sondern gelebt wurde.
Von Anfang an war die Vision klar:
Nicht eine klassische Musikschule aufzubauen, sondern einen Ort zu schaffen, an dem freischaffende Musikerinnen und Musiker aus der Pop-, Rock- und Jazzszene gemeinsam unter einem Dach arbeiten und unterrichten konnten.
Viele der Musiker standen selber auf Bühnen, spielten in Bands, arbeiteten im Studio oder waren musikalisch in verschiedensten Projekten aktiv. Genau diese praktische Erfahrung sollte auch in den Unterricht einfliessen.
Damals war dieses Konzept im Glarnerland noch ungewöhnlich.
Während vielerorts traditioneller Musikunterricht angeboten wurde, entstand in Mitlödi langsam eine moderne Musikschule mit einer offenen, kreativen Atmosphäre.
Im Mai 2000 fand der erste Tag der offenen Tür statt. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die Musikschule, die Unterrichtsräume und das junge Lehrerteam kennenzulernen.
Aus allen Zimmern des Hauses erklangen Gitarren, Schlagzeug, Saxophon, Blues Harp und Stimmen. Musiker, Schüler, Freunde und Interessierte begegneten sich im ganzen Haus und im Garten der Villa.
Die ersten Musiker
Zum ersten Freelancer-Team gehörten damals unter anderem:
- Martin Nesnidal
- Walter Keiser
- Gabriel Schiltknecht
- Jonas Knecht
- Martin Lehmann
Eine besonders wichtige Unterstützung in dieser Anfangszeit war auch Sker von Salis.
Als leidenschaftlicher Keyboarder und langjähriger Freund von Martin Nesnidal begleitete er die ersten Schritte der Modern Music School nicht nur musikalisch, sondern auch organisatorisch.
Gerade in der Aufbauphase war seine Hilfe als Treuhänder und Buchhalter für uns von grosser Bedeutung.
Während sich vieles gleichzeitig entwickelte — Unterricht, Räume, Werbung, Organisation und Familienalltag — half er mit, im Hintergrund Struktur und Übersicht zu schaffen.
Rückblickend wurde in dieser Zeit deutlich, wie sehr solche Projekte auch von Menschen leben, die an eine Idee glauben und bereit sind, sie mitzutragen.
Viele brachten nicht nur ihr Instrument mit, sondern auch ihre eigene musikalische Geschichte, Bühnenerfahrung und Persönlichkeit.
Rückblickend war genau diese Mischung etwas ganz Besonderes.
Die Modern Music School wurde dadurch nie einfach nur ein Unterrichtsort.
Sie wurde ein Treffpunkt für Musiker, Schüler, kreative Menschen und Musikinteressierte verschiedenster Generationen.
Vieles entwickelte sich damals spontan, lebendig und mit grosser Begeisterung.
Es wurde unterrichtet, gejammt, diskutiert, organisiert, improvisiert und geplant — oft gleichzeitig.
Heute denke ich gerne an diese Anfangszeit zurück.
An die ersten Schüler.
An die ersten Gespräche im Haus.
An Musik aus allen Zimmern.
Und an das Gefühl, dass aus einer Idee langsam etwas Eigenes entstand.
Mary Nesnidal


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