Eine Idee zwischen Familienalltag und Musikschule
Damals waren unsere Zwillinge noch klein, der Alltag oft intensiv und vieles gleichzeitig in Bewegung. Während Martin Nesnidal bereits über 60 Schüler alleine unterrichtete, entstand im Hintergrund langsam eine grössere Idee.
Es ging längst nicht mehr nur um einzelnen Musikunterricht.
Die Vision war, einen Ort zu schaffen, an dem Musikerinnen und Musiker aus der Pop-, Rock- und Jazzszene gemeinsam unter einem Dach unterrichten konnten — modern, offen und praxisnah.
Zwischen Familienalltag, Unterrichtsplanung und vielen Gesprächen entstand Schritt für Schritt ein Businessplan. Vieles passierte damals noch am Küchentisch, mit Notizen, Telefonaten, handgeschriebenen Ideen und ersten organisatorischen Überlegungen.
Gleichzeitig begann die Suche nach einem geeigneten Standort.
Heute wirkt vieles selbstverständlich. Doch damals bedeutete Werbung noch Zeitungsinserate, persönliche Kontakte, Flyer und direkte Gespräche. Sichtbarkeit entstand nicht über soziale Medien, sondern über Vertrauen, Empfehlungen und Begegnungen.
Das erste Inserat war deshalb weit mehr als nur Werbung.
Es war der sichtbare Beginn einer Idee, aus der später die Modern Music School entstand.
Rückblickend war diese Zeit geprägt von Aufbruch, Unsicherheit, viel Arbeit und gleichzeitig grosser Begeisterung für Musik und Menschen.
Vielleicht war damals vieles einfacher. Vielleicht aber auch persönlicher.
Was blieb, war die Überzeugung, dass Musikunterricht mehr sein kann als reine Wissensvermittlung — nämlich ein Ort für Kreativität, Begegnungen und persönliche Entwicklung.
Wenn ich heute alte Inserate oder Presseberichte anschaue, sehe ich nicht nur Werbung. Ich sehe den Anfang einer langen Geschichte. Was damals mit einem Inserat begann, entwickelte sich über viele Jahre zu einem Ort für Musik, Begegnungen und kreative Zusammenarbeit.
Mary Nesnidal
Kommentare