Die Suche nach dem ersten Standort

 



Die Suche nach dem ersten Standort für die Modern Music School war nicht einfach.

Viele Objekte waren für uns als junge Familie schlicht zu teuer. Gleichzeitig wurde immer klarer, dass die Idee einer gemeinsamen Musikschule wachsen könnte und dafür geeignete Räume notwendig waren.

Für mich war deshalb früh klar, dass wir nach einer Lösung suchen mussten, die Wohnen und Arbeiten miteinander verbinden konnte. Ein Wohn- und Geschäftshaus erschien uns als einzige realistische Möglichkeit, um die Kosten langfristig tragen zu können.

Während Martin Nesnidal bereits viele Schüler unterrichtete und die Vision einer modernen Musikschule immer konkreter wurde, begann gleichzeitig die Suche nach einem Ort, an dem diese Idee überhaupt entstehen konnte.

1999 fragte Martin einen seiner Musikstudenten, Albert Kiener, ob er ein geeignetes Objekt kennen würde.

Und genau diese Begegnung sollte vieles verändern.

Albert Kiener half uns weiter und zeigte uns ein Objekt an der Hauptstrasse 32 in Mitlödi.

Als Martin das Gebäude zum ersten Mal sah, war für ihn die Entscheidung praktisch gefallen.

Er handelte damals oft mit einer Dynamik und Begeisterung, die mich manchmal an meine Grenzen brachte. Vieles entwickelte sich sehr schnell. Während ich noch über Organisation, Finanzierung und Alltag nachdachte, sah Martin bereits die Möglichkeiten, Unterrichtsräume, Begegnungsorte und musikalisches Leben entstehen zu lassen.

Im Oktober 1999 zogen wir als Familie nach Mitlödi.

Rückblickend war dieser Umzug weit mehr als nur ein Wohnortswechsel.

Es war der Beginn eines neuen Lebensabschnitts.

Zwischen Familienalltag, Musikschule, Organisation und Aufbauarbeit entstand dort Schritt für Schritt ein Ort, der über viele Jahre Musiker, Schüler und kreative Menschen miteinander verbinden sollte.

Heute denke ich oft daran zurück, wie viel Mut, Vertrauen und auch Unsicherheit damals Teil dieses Aufbruchs waren.

Vieles begann mit einer Vision — und mit der Bereitschaft, als Familie gemeinsam diesen Weg zu gehen.

Mary Nesnidal

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